Melissa – Vom Sorgenkind auf dem Weg in Glück
Unsere Fundkatze Melissa (geb. 2019) kam im Januar zu uns. Sie war in einem sehr schlechten Zustand: abgemagert, kaum Fell, Ohren voller Milben.
Sie trägt zwar einen Transponder, die Halterdaten sind aber nicht mehr. Sie wurde tierärztlich versorgt und im Anschluss brachten wir Melissa auf eine Pflegestelle. Die Diagnostik beinhaltete auch einen Hormontest, um festzustellen, ob Melissa kastriert war. Das Ergebnis sagte, ja…
Dass Melissa deutlich an Umfang zulegte, führten wir zunächst auf die nun ausreichende Versorgung mit Futter zurück…
Jedoch: am 15. Februar kam der Anruf der völlig überraschten Pflegestelle, dass Melissa gerade dabei ist, Welpen auf die Welt zu bringen!
Da der Hormontest als zuverlässig gilt, gehen wir davon aus, dass es im Labor eine Verwechslung gegeben haben muss. Nun ja…
Melissa war nun unerwartet Mutter von 3 Welpen. Zunächst verlief alles normal. Nach ein paar Wochen aber zeigte Melissa ein auffälliges Verhalten. Sie wirkte sehr gestresst und fing an, ihre Kleinen anzugreifen. Wir vermuteten zunächst , dass ihr hormoneller Zustand nach vielen Jahren der Rolligkeit durcheinandergeraten ist. Da die Kleinen schon selbstständig fraßen, ließen wir Melissa früher als geplant kastrieren in der Erwartung, dass ihr Hormonhaushalt wieder in normale Bahnen käme.
Leider hat sich ihr Verhalten auch nach der Kastration nicht verändert, im Gegenteil. sie verhielt sich weiter sehr aggresiv, sowohl gegenüber ihren Kindern als auch der Pflegestelle.
Wir brachten sie auf eine andere Pflegestelle, in ein separates Zimmer, in der Hoffnung, dass sie nun ohne jeglichen vermeintlich stressauslösenden Einfluss zur Ruhe käme. Ihr Verhalten beruhigte sich tatsächlich etwas, dennoch musste man beim Umgang mit ihr weiterhin aufmerksam sein.
Eine Untersuchung beim Tierarzt ergab keine eindeutige Diagnose. Ein Behandlungsversuch mit Beruhigungsmitteln brachte keine Veränderung.
Daraufhin brachten wir Melissa in eine Tierklinik zur weitergehenden Diagnostik. Alle Untersuchungen inkl. neurologischer Tests waren aber ohne besonderen Befund. Eine Ärztin vermutete dann Zahnbeschwerden, obwohl das Gebiss äußerlich in einwandfreiem Zustand zu sein schien.
Doch eine speziellen CT – Untersuchung zeigte eine weit fortgeschrittene Forl Infektion. Es mussten 16(!) Zähne entfernt werden!
Klingt dramatisch, aber: seitdem ist Melissa wie ausgewechselt. Sie ist ausgeglichen, wirkt zufrieden, ist sehr verschmust und uns gegenüber wieder richtig freundlich!
Somit steht ihrem endgültigen Glück nun nichts mehr im Weg!
Melissa sucht ein Zuhause ohne Artgenossen, Wohnungshaltung mit vernetztem Balkon. Bis es so weit ist, verdient sie sich bei uns als Bürohilfe etwas dazu…
Wenn Sie Melissa kennenlernen möchten, melden Sie sich gerne bei uns.
Melissa sucht ein Zuhause
Melissas bezaubernde Kinder, Ferdinand, Willi und Lilli, haben den frühen Verlust der Mama dank der tollen Pflegestelle gut weggesteckt und dürfen dortbleiben!

